Wollen wir unsere Stimme erheben?
1786 wollen Mozart und Da Ponte ein verbotenes Stück auf die Bühne bringen, nach der Komödie von Beaumarchais. Ihre List? Sie versprechen dem Kaiser, es gehe nur um die Liebe. Nicht um die Macht.
Weil Sie ein großer Herr sind, halten Sie sich für ein großes Genie. Adel, Vermögen, ein Rang, ein Amt: das alles macht so stolz. Was haben Sie getan für so viele Güter? Sie haben sich die Mühe gemacht, geboren zu werden. Sonst nichts.
Figaro
240 Jahre später bringen wir diese Geschichte in einer besonderen Fassung auf die Bühne, für Chor, Solist:innen und Klavier. An drei Orten: einem Schloss, das einem Fürsten gehörte, heute das Goethe-Museum in Düsseldorf. Dem Haus der Geschichte in Bonn, das die Geburt des Grundgesetzes bewahrt. Dem Ratssaal in Essen, in dem sonst das Wort ergriffen wird.
Wer darf sprechen, und wo? Wer hat eine Stimme? Wer wird gehört?
Figaros Stimmen schließt unsere Mozart-Da-Ponte-Trilogie ab, nach Così fan tutte und Don Giovanni. Große Oper, an Orten, die allen gehören.
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